Projektbeispiel: Schaffung von realitätsnahen Bedingungen in der Hörforschung

  Versuchsanordnung Akustik Institut für Technische Akustik, S. Fingerhuth

"Ich kann Dich so schlecht verstehen! Es ist so laut hier“ - eine typische Aussage eines Menschen in einem vollbesetzten Restaurant, während einer Veranstaltung, oder in vielen weiteren Alltagssituationen. Die hier notwendige Fähigkeit, aus verschiedenen Nutz- und Störsignalen eine einzige Quelle herauszuhören, geht auf das binaurale Hören (das zweiohrige Hören) zurück. Grundlagenexperimente zum binauralen Hören wurden jedoch bisher im Labor meistens mit sehr einfachen Mitteln durchgeführt.

  Versuchsanordnung Akustik Institut für Technische Akustik, J. Oberem

Um dies zu verbessern, werden sowohl die akustische virtuelle Realität für die Erzeugung der akustischen Szene, wie auch die natürliche Reproduktion der akustischen Stimuli als Werkzeuge benötigt. Der Trend in der Binauraltechnik geht immer mehr zur Abbildung von Situationen, in denen sich sowohl die Geräuschquellen als auch die Probanden, unter Berücksichtigung ihrer individuellen Höreigenschaften, bewegen können. Mit Hilfe solcher Szenen können zahlreiche Experimente durchgeführt werden, die zu einem besseren Verständnis der Verarbeitung im audi­torischen System führen. Die Anwendungsbereiche erstrecken sich von grundlagenorientierter Hörforschung bis hin zu den Neurowissenschaften.

Mehr Informationen dazu gibt es auf den Seiten des Instituts für Technische Akustik.