Professor Mokwa wirbt Fördergelder in Millionenhöhe für das Zentrallabor Mikro- und Nanotechnologie ein

18.01.2019
  Mikro- und Nanotechnologie

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat beschlossen, die Mikro- und Nanoelektronik in Deutschland massiv zu fördern. In einer ersten Ausschreibung „Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland“ wurden ca. 350 Mio. € bereitgestellt, mit denen Investitionen bei Fraunhofer- und Leibniz-Instituten gefördert werden. Zur Stärkung der Universitäten in diesem Bereich hat das BMBF Ende 2017 ergänzend das Investitionsprogramm „Forschungslabore Mikroelektronik Deutschland“ ausgeschrieben. Es hat ein Volumen von 50 Mio. €.

Prof. Dr. rer. nat. Wilfried Mokwa hat für das „Zentrallabor für Mikro- und Nanotechnologie“ der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der RWTH Aachen im Rahmen dieser Ausschreibung einen Projektantrag koordiniert und eingereicht, an dem insgesamt neun weitere Professoren der RWTH Aachen beteiligt waren. Der Antrag wurde Ende Dezember vom BMBF mit einem Volumen von 9,3 Mio. € bewilligt.

Mit dem Antrag „ForLab 2D-ForME“ soll die Aachener Mikroelektronik durch gezielte Investitionen zukunftsweisend aufgestellt und auf einen international führenden Stand geführt werden. Der Fokus des Projekts liegt auf dem Gebiet der 2D-Materialien und ihrer Anwendungen in der Mikroelektronik sowie in der Mikro- und Nanosensorik. 2D-Materialien haben wegen ihrer außergewöhnlichen elektrischen, mechanischen und chemischen Eigenschaften ein hohes Potential für neuartige innovative mikroelektronische Bauelemente mit einem weiten Anwendungsspektrum. Im Aachen Graphene & 2D Materials Center sind seit Mitte 2017 die Aktivitäten der Aachener Forschungsgruppen aus der Elektrotechnik und Physik zu diesem Thema gebündelt (www.graphene.ac). Das Center wird in besonderem Maße von diesem Projekt profitieren.